Kein „Babycaust“

Christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegnerinnen und Abtreibungsgegner agieren in Deutschland meist friedlich. Ihre Terminologie unterscheidet sich aber wenig von ihren militanten Mitkämpfenden in anderen Ländern. So wird der Holocaust gerne relativiert, in dem Abtreibungen als „Babycaust“ verteufelt werden und Ärztinnen und Ärzten bei Abtreibungen Mord vorgeworfen wird.1 (Ziel ist es dabei angeblich – nur einmal zu den Relationen – die Seelen der Kinder und Mütter zu retten.)
Nun hat sich ein Arzt gegen diese Bezeichnung gewehrt und vom Bundesverfassungsgericht recht bekommen. Juristisch gilt „Babycaust“ jetzt als Beleidigung. Politisch war das schon vorher unbedingt zu bekämpfen.2
Bundesverfassungsgericht wertet „Babycaust“ als Beleidigung [Deutsches Ärtzeblatt, 22.06.2006]
Drastische Abtreibungs-Kritik kann verboten werden [ngo-online.de, 22.06.2006]
Kein Vergleich mit Holocaust: Abtreibungsärzte gestärkt [n-tv, 22.06.2006]

  1. Beispielsweise auf der gleichnamigen Homepage [hier]. [zurück]
  2. Bisher ist zu diesem Urteil in den Publikation der Abtreibungsgegnerinnen / Abtreibungsgegner nichts verlautbart worden. [zurück]

2 Antworten auf “Kein „Babycaust“”


  1. 1 nein 03. Juli 2006 um 12:28 Uhr

    darf ich trotzdem der meinung sein das abtreibung die tötung eines menschen ist? ich denke das sollte doch erlaubt sein? warum soll mich jemand hindern das zu denken oder zu sagen? ich verurteile damit niemanden,! für mich ist es einfach so und das ist meine empfindung.

  2. 2 Neue Caritas 03. Juli 2006 um 15:40 Uhr

    Siehe einfach Rousseaus Antwort am voherigen „Einwurf“ dieses Dumpfbacken. hier

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